Florida

Florida – The Sunshine State

Mehr als 40 Mio. Besucher kommen alljährlich an die Sonnenstrände im Süden. Die Küstenlinie mit Inseln und Buchten erstreckt sich über eine Länge von 8400 km. etwa 1600 km der Küsten sind von Sandstränden gesäumt. An der Atlantikküste überwiegen festere Strände aus Korallenkalk. An der südlichen Golfküste findet man breitere Strände aus lockerem Muschel- und Korallenkalksand.

Kein Punkt in Florida ist mehr als 100 km vom Atlantischen Ozean oder dem Golf von Mexiko entfernt. In Florida gibt es ca. 8000 Seen und Teiche der größte ist der Lake Okeechobee mit knapp 1900 km² etwa viermal so groß wie der Bodensee, und im Durchschnitt nur 6 m tief.

Pflanzen und Tierwelt

Die etwa 1 Mio. Alligatoren sind wie Botschafter aus einer anderen Welt. Ihre einstigen Beutetiere und Jagdkonkurrenten – Kamele, Säbelzahntiger oder Mammut – sind längst ausgestorben.

Die Weibchen legen ihre Eier in die warme Junisonne. Bei Temperaturen über 32 ° C schlüpfen Männchen, und bei weniger als 30 ° C werden es Weibchen.

In den Everglades gedeihen etwa 2000 verschiedene Pflanzenarten Riedgräser, Schilfe aber auch Kiefern, Pinien, Mahagoniebäume und immergrüne Eichen.

An westlichen und südlichen Küstenabschnitten findet man drei Arten der erstaunlichen Mangroven, die auf bleistiftdicken Wurzeln wie auf Stelzen im Salzwasser stehen und in der Lage sind, daraus Süßwasser zu gewinnen.

Nachdem die Spanier im 16. Jh. die Orange in Florida eingeführt haben, sind die Bäume mit den wohlschmeckenden Früchten aus dem Landschaftsbild nicht mehr wegzudenken.

Von den in Florida existierenden Schlangenarten sind nur 6 giftig, die Wasser-Mokassin ist die gefährlichste von ihnen. Den ca. 85 Mio. Besuchern pro Jahr in Florida stehen 5 Bisse giftiger Schlangen gegenüber und keine Todesfälle.

In sumpfigen Gewässern lebt der Anhinga oder Schlangenhalsvogel. Der geschickte Taucher spießt unter Wasser Fische mit dem Schnabel auf, wirft sie in die Luft und fängt sie mit geöffnetem Schnabel auf, um sie dann hinunterzuschlingen.

 

Vom goldbraunen Florida-Panther gibt es in den Everglades und im Gebiet von Big Cypress nur noch ca. 30 – 50 Exemplare. Der zunehmend eingeschränkte Lebensraum gefährdet ihre Existenz.

Eine ähnliche Gefahr besteht für die Manatees. Die bis zu 1600 kg schweren Seekühe sind Vegetarier und weiden am Tag bis zu 50 kg Wasserpflanzen ab.

 

Von den etwa 60 cm kleinen Key Deer-Rehe, die nur in den Florida Keys auf Big Pine Key existieren, gibt es nur einen ca. 300-köpfigen Bestand.

Allein in den Binnengewässern leben mehr als 200 verschiedene Fischarten darunter Hechte, Barsche und Welse. Barrakuda, Marlin, Hai, Schnapper und Stachelrochen tummeln sich in den warmen Wassern des Golf von Mexiko und Atlantik.

Einer anderen Tierart dient der Mensch als Nahrungsquelle. „Ich spendete Blut in den Everglades“, lautete ein Aufkleber, den man in Flamingo erwerben kann. Wer im Sommer einmal in eine Wolke blutrünstiger Moskitoweibchen geraten ist, kann darüber nur gequält lächeln.

Wirtschaft und Umwelt

In Florida wurde 1914 die erste planmäßige Flugverbindung der Welt auf der Strecke St. Petersburg – Tampa eröffnet. Heute besitzt Florida 15 große Verkehrsflughäfen, in denen jährlich mehr als 45 Mio Passasgiere gezählt werden. Die Besucher des Sunshine State geben heute jährlich fast 40 Mrd $ für Unterkunft, Essen und Vergnügung aus. Über 750000 Arbeitsplätze hängen direkt vom Tourismus ab. Die Zahl von mehr als 90000 Hotelbetten im Raum Greater Orlando wird in den USA nur noch in Las Vegas überboten.

Florida ist nach Kalifornien und New York zum drittwichtigsten Produktionsort für Filme, Werbespots und Musikvideos in den USA avanciert, mit einem Umsatz von ca. einer halben Mrd. Dollar jährlich.